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ndr.de/kultur/radiokunst/podcast4336.html

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Goethe: Die Wahlverwandtschaften (2/2)

Zweiteiliges Liebensdrama nach einem Roman von Johann Wolfgang von Goethe. Zweiter Teil: Die ländlich-aristokratische Idylle ist voller Abgründe: Nach zahlreichen unerwarteten Wendungen, Hoffnungsschimmern und bitteren Enttäuschungen, im Leben von Eduard, Ottilie, Charlotte und den zum Mayor beförderten Hauptmann hält das Schicksal für drei Menschen den Tod bereit. Sein Roman ?Die Wahlverwandtschaften? trug Goethe den Vorwurf der Immoralität ein. Seine Modernität - die symbolhaltige Schilderung eines aus dem Gegensatz von Natur und Moral abgeleiteten Konflikts zwischen den Geschlechtern - wurde erst bedeutend später erkannt. Rätselhaft und darum spannend ist das Werk bis heute geblieben. Mit Thomas Holtzmann (Erzähler), Burghart Klaußner (Eduard), Imogen Kogge (Charlotte), Christian Redl (Hauptmann), Janna Striebeck (Ottilie), Martin Reinke (Graf), Christiane Leuchtmann-Korff (Baronesse) und Gerhard Garbers (Geselle). Bearbeitung und Regie: Walter Adler. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR 1999 l 72 min. Verfügbar bis 01.03.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-03-09
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Goethe: Die Wahlverwandtschaften (1/2)

Zweiteiliges Liebesdrama nach einem Roman von Johann Wolfgang von Goethe. Erster Teil: In seinem 1809 erschienenen Roman "Die Wahlverwandtschaften" übertrug Goethe die Lehre von der Affinität bestimmter Elemente, miteinander eine Verbindung einzugehen und wieder aufzulösen, aus der chemischen Wissenschaft auf die Geschlechterverhältnisse. Das Ehepaar Eduard und Charlotte, die sich auf ihrem Landsitz für die Zweisamkeit einrichten, nehmen den Hauptmann, einen Jugendfreund Eduards, und im Gegenzug Ottilie, die Nichte von Charlotte, zu sich ins Haus. So beginnt das Unglück in der Logik der ?Wahlverwandtschaften?: Zwischen dem Hauptmann und Charlotte einerseits sowie Eduard und Ottilie andererseits entsteht eine wachsende Zuneigung. Während der Hauptmann und Charlotte ihr Gefühl zu unterdrücken versuchen, gibt sich Eduard seiner Verliebtheit zu Ottilie hin. Es kommt fast zu einem ?doppelten Bruch? und die sich anziehende Kräfte lösen sich wieder. Walter Adlers hat das als ?unausdeutbar? geltende Werk Goethes über einen folgenschweren Ehebruch für das Hörspiel adaptiert ? mit Burghart Klaußner als Eduard und Imogen Kogge als Charlotte und vielen anderen. Mit Thomas Holtzmann (Erzähler), Burghart Klaußner (Eduard), Imogen Kogge (Charlotte), Christian Redl (Hauptmann), Janna Striebeck (Ottilie), Martin Reinke (Graf), Christiane Leuchtmann-Korff (Baronesse) und Gerhard Garbers (Geselle). Bearbeitung und Regie: Walter Adler. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR 1999 l 80 min. Verfügbar bis 01.03.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-03-08
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Fontane: Unterm Birnbaum

Gruslig-unheimliches Hörspiel nach einer Novelle von Theodor Fontane. Um 1830 in einem Dorf im Oderbruch: Der verschuldete Schankwirt und "Dorfmaterialist" Abel Hradscheck entdeckt unter seinem Birnbaum die Leiche eines stark verwesten Franzosen aus der Zeit der Befreiungskriege. Als eines Tages ein Gläubiger bei ihm die Schulden eintreiben will, ermordet ihn Hradscheck und verscharrt die Leiche in seinem Keller. Hradscheck gerät unter Mordverdacht, wird verhaftet, aber dank der "Franzosen-Leiche" unterm Birnbaum wieder freigelassen. Doch sein Gewissen lässt ihm keine Ruhe. In seinem Haus scheint es zu spuken; er hört die Stimme des Ermordeten in seinen Träumen. Auch das Gerede der Leute im Dorf über den geheimnisvollen Mord und die wundersame Erbschaft Hradschecks verstummt nie. Erst stirbt nach langem Siechtum seine Frau, die von Erinnerungen an die Mordtat heimgesucht wird. Und am Ende ereilt auch ihn, geradezu unausweichlich, die gerechte Strafe. 1888 erschienen, gehört diese Novelle "Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane zu den bedeutendsten Kriminalerzählungen in der deutschen Literatur. Günter Eich, der die Hörspielbearbeitung anfertigte, nannte das Stück "eine Kriminalgeschichte mit Grusel- und Gespenstereffekten", in der das Mörderpaar in der "Finsternis des bösen Gewissens" untergeht. Mit Heinz Klevenow (Hradschek), Siegfried Lowitz (Szulski), Klaus W. Krause (Kunicke), Bum Krüger (Quaas), Karl Bockx (Mietzel), Wolfgang Reichmann (Gelbhaar), Hans Joachim Quitschorra (Jakob), Wolfgang Büttner (Justizrat), Otto Wernicke (Totengräber), Agnes Fink (Ursula Hradschek), Tilla Durieux (Die alte Jeschke), Katharina Brauren (Frau Mietzel), Ellen Mahlke (Male) und Bruni Löbel (Editha). Bearbeitung: Günter Eich. Regie: Fritz Schröder-Jahn. Redaktion: Michael Becker. Produktion: BR/NDR 1961 l 70 min. Verfügbar bis 01.03.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-03-05
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Kleist: Michael Kohlhaas

Heinrich von Kleists Justiz- und Rachedrama als Hörspiel. "Sein Rechtsgefühl glich dem einer Goldwaage" - so schrieb Heinrich von Kleist über eine seiner bekanntesten Figuren, den Rosshändler Michael Kohlhaas, dem ambivalenten Titelhelden der gleichnamigen Novelle aus dem Jahr 1810. Mitte des 16. Jahrhunderts, unterwegs vom Brandenburgischen zur Leipziger Messe, wird Kohlhaas vom Junker Wenzel von Tronka aufgehalten. Unter dem Vorwand, er habe keinen Pass, den er aber wohl benötige, nimmt ihm der Junker zwei seiner Rappen als Pfand. In Dresden, beim zuständigen sächsischen Landesherrn, muss er erfahren, dass es gar keines Passierscheins bedarf. Noch ohne zu großen Groll macht sich Kohlhaas auf den Weg zur Tronkenburg ? es muss sich um Versehen handeln! Als er dort seine Rappen bis zur Unkenntlichkeit abgemagert und den zurückgelassenen Knecht misshandelt vorfindet, beginnt sich sein sprichwörtliches "Rechtsempfinden" zu melden. Das Verhängnis dämmert herauf als durch höfische Intrigen seine Klage beim Dresdner Gericht abgelehnt wird. Seine Frau Lisbeth glaubt, sie könne alles wieder ins Lot bringen: Bei dem Versuch, ihrem Landesherrn eine Bittschrift zu überreichen, wird sie von einem Schergen niedergeschlagen und stirbt an den Verletzungen. Nun beginnt der Kohlhaas'sche Feldzug um die Würde des Rechts, der letztlich viele Unschuldige trifft, die wahren Verursacher der Rechtsbeugung aber kaum erreicht. Kohlhaas jedoch sieht sich "der Welt in der Pflicht verfallen, sich Genugtuung für die erlittene Kränkung, und Sicherheit vor zukünftiger seinen Mitbürgern zu verschaffen." Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Wie kaum ein Autor vor oder nach ihm hat Heinrich von Kleist in seinen Werken das ewig gespannte Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, die Frage nach der Legitimität von Recht und Gewalt und den Anspruch des Einzelnen auf Wahrung seiner persönlichen Integrität thematisiert. Mit Walter Richter (Michael Kohlhaas), Eva-Ingeborg Scholz (Lisbeth), Josef Dahmen (Herse), Robert Meyn (Wenzel), Konrad Mayerhoff (Hans), Erich Uhland (Kunz), Gerd Mayen (Hinz), Hans Tügel (Kurfürst von Sachsen), Richard Münch (Prinz Christian), Erwin Linder (Graf Wrede), Herbert Steinmetz (Wenk), Wily Witte (Offiziant), Armas Sten Fühler (Geusau), Hermann Schomberg (Kurfürst von Brandenburg), Werner Hinz (Luther), Günther Jerschke (Müller), Philipp von Zeska (Eibenmeyer), Gerhard Bünte (Zäuner), Reinhold Nietschmann (Amtmann), Horst Richter (Sächsischer Gesandter), Werner Schumacher (Sternbald), Horst Neutze (Burgvogt), Joseph Albrecht (Zollwächter), Rudolf Fenner (Meister Himboldt), Curt Timm (Nagelschmidt), Walter Petersen (Scharfrichter), Richard Lauffen (Verteidiger) und Franz Schafheitlin (Ankläger). Bearbeitung: Arnolt Bronnen. Komposition: Johannes Aschenbrenner. Regie: Kraft-Alexander zu Hohenlohe-Oehringen. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR 1962 l 77 min. Verfügbar bis 01.03.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-03-04
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Kafka: Die Verwandlung

Surreale Erzählung von Franz Kafka als Hörspiel. "Was ist mit mir geschehen? Wenn ich den Kopf ein wenig hebe, sehe ich meinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dem sich die Bettdecke kaum noch halten kann, und viele klägliche dünne Beinchen lugen darunter hervor, geradezu hilflos flimmern sie einem vor den Augen, auch scheint es, dass ich auf einem panzerartig harten Rücken liege, alles in allem könnte man meinen, dass ich mich in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt hätte." Es ist ein Albtraum, der mit dem Erwachen beginnt: Im Mittelpunkt von Franz Kafkas grotesker und beklemmender Erzählung "Die Verwandlung" steht Gregor Samsa, dessen freudloses Leben endgültig zur Qual wird, als er sich eines Morgens in einen monströsen Käfer verwandelt. Während Gregor an seiner neuen Situation als Insekt zunächst Gefallen findet ? befreit sie ihn doch von verhassten Verpflichtungen ?, ist er für die Familie nur noch ein ekelerregender Käfer. Seine soziale Isolation, die Ausgrenzung und schließlich seine Eliminierung sind vorprogrammiert. Heinz von Cramer hat Franz Kafkas weltberühmte Erzählung von 1912 über die grausig-fantastische Metamorphose eines Menschen mit allen Konsequenzen für das Hörspiel eindringlich und konzentriert umgesetzt. Mit Martin Reinke (Gregor Samsa), Ernst-August Schepmann (Der Vater), Tessy Kuhls (Die Mutter), Christine Heiß (Die Schwester), Jürg Löw (Der Prokurist), Wolf-Dietrich Sprenger (Einer der drei Zimmerherren), Gert Haucke (Einer der drei Zimmerherren), Hermann Lause (Einer der drei Zimmerherren) und Eva Gilhofer (Die Bedienerin). Bearbeitung und Regie: Heinz von Cramer. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR 2002 l 73 min. Verfügbar bis 01.03.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-03-03
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Schiller: Maria Stuart

Trauerspiel von Friedrich Schiller als Hörspiel. Friedrich Schillers im Jahr 1800 uraufgeführtes Trauerspiel in fünf Akten "Maria Stuart" gilt aufgrund seines vollendeten Aufbaus als Musterbeispiel des klassischen deutschen Dramas. Das Werk spielt in England im Jahr 1587. Schiller spitzt den Konflikt zwischen zwei großen, gegensätzlichen Frauen zu: Königin Elisabeth I. von England und ihre Rivalin um den Thron, die schottische Königin Maria Stuart. Das ganze Geschehen ist auf diese eine Szene, der "persönlichen Begegnung" der beiden Frauen, ausgerichtet. Und doch ist gerade die Szene zwischen den Königinnen das Unhistorischste an diesem historischen Drama. Hier überstimmte der Dramatiker Schiller den Historiker. Sein Mitgefühl gehört der nach einer Intrige zum Schafott geführten Maria, aber als Verwalterin politischer Macht rechtfertigt sich die kühlere Elisabeth. Es gelingt dieser Hörspielfassung des Theaterstücks aus dem Jahr 1959 das zutiefst menschliche beider Frauen herauszustellen: Sie sind, jede für sich, emotionsgeladen, verzweifelt und unfrei. Ein Meisterstück, in der Regie des großen Egon Monk, voller schauspielerischer Intensität. Mit Marianne Hoppe (Elisabeth), Luitgard Im (Maria), Kurt Meisel (Leicester), Carl Wery (Talbot), Ernst Schröder (Burleigh), Hans Hessling (Davison), Albert Johannes (Paulet), Hans Clarin (Mortimer), Paul Albert Krumm (Graf Aubespine), Annemarie Rocke (Hanna Kennedy), Friedrich Maurer (Melvil), Andreas von der Meden (Page) und Raimond Joob (Offizier). Bearbeitung: Goetz Kozuszek. Komposition: Johannes Aschenbrenner. Regie: Egon Monk. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR 1959 l 88 min. Verfügbar bis 01.03.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-03-02
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Storm: Der Schimmelreiter

Theodor Storms Klassiker als Hörspiel. Ein an der Weichsel tödlich verunglückter Deichgraf, dessen Geist seither bei drohender Gefahr warnend am Deich erscheint ? eine Sage, die den Juristen und Schriftsteller Theodor jahrzehntelang beschäftige. Schließlich diente sie als Inspiration für seine Novelle "Der Schimmelreiter", die mit ihrer Veröffentlichung im Jahr 1888 zu Storms berühmtesten Werk werden sollte und seither Generationen junger Leserinnen und Leser als Schullektüre begeistert. Was braucht man, um ein guter Deichgraf zu sein? Wie begegnet man Aberglaube und Tradition? Hauke Haien wächst mittellos in einer kleinbäuerlichen Familie in Nordfriesland auf und interessiert sich wissbegierig für Landvermessung und Deichbau. Früh zeigen sich seine Intelligenz und Ehrgeiz, die in der engen und abergläubischen Welt der nordfriesischen Deichgemeinde keinen Platz zu haben scheinen. Als Hauke Haien durch seine Beziehung zur Tochter des alten Deichgrafen schließlich dessen Position übernimmt, spitzen sich die Fronten im Dorf dramatisch zu. Die unheildrohenden Sagen und gespenstischen Vorahnungen der Dorfbewohner einerseits und der unnachgiebige, oft wahnsinnig anmutende Eifer Hauke Haiens andererseits kollidieren schlussendlich auf dem Deich bei der Jahrhundertflut. Der 2013 verstorbene Journalist und Autor Paul Barz variiert kunstvoll Motive aus Theodor Storms Novelle und erzählt in diesem Hörspiel die legendenumwobene Geschichte vom "gespenstigen Reiter" auf dem Deich noch einmal etwas anders. Bearbeitet von Paul Barz nach Motiven aus der Novelle "Der Schimmelreiter". Mit Gerd Baltus (Schulmeister), Jörg Pleva (Der Fiedelmann), Konstantin Graudus (Hauke Haien), Jannik Schümann (Hauke als Junge), Peter Jordan (Ole Peters), Niklas Garn (Ole als Junge), Celine Fontanges (Elke), Franz-Josef Steffens (Der alte Deichgraf), Wolf Frass (Tede Haien, Haukes Vater), Nicolas König (1. Deichbauer), Benjamin Utzerath (2. Deichbauer), Peter-Heinrich Brix (3. Deichbauer), Gerlach Fiedler (Boy Spuk). Komposition: Alexandra Bartoi und Elisabeth Huber-Elatawna. Regie: Sven Stricker. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR 2004 l 55 min. Verfügbar bis 01.03.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-03-01
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Saal 101: Plädoyers und Urteil (24/24)

Plädoyers und Urteil (24/24) Die im letzten Teil des Dokumentarhörspiels veröffentlichten Auszüge aus den Plädoyers zeigen die politische und gesellschaftliche Relevanz dieses historischen Strafprozesses. Am 25. Juli 2017 plädiert die Bundesanwaltschaft, die in Bezug auf Beate Zschäpe ihre Anklage im Wesentlichen durch die Beweisaufnahme bestätigt sieht. Anschließend werden Plädoyers von den Vertreter*innen der Nebenklage gehalten, Opferangehörige sprechen auch selbst und wenden sich teilweise direkt an Beate Zschäpe. Das Versagen der Ermittlungsbehörden wird ebenso thematisiert wie ein in der Gesellschaft geduldeter Alltagsrassismus. Ab April 2018 beginnen die Plädoyers der Verteidiger der fünf Angeklagten. Am 11. Juli 2018 wird das Urteil vom Vorsitzenden Richter Manfred Götzl mündlich verkündet. Nachtrag Stand Dezember 2020: Das Gericht legte das schriftliche Urteil am 21. April 2020 vor. Es umfasst 3025 Seiten. Allein dieses schriftliche Urteil ist die Basis für das folgende Revisionsverfahren. Die Verteidiger aller fünf Angeklagten legten Revision gegen das Urteil ein, Carsten S. nahm die Revision jedoch wieder zurück. Die Bundesanwaltschaft legte Revision hinsichtlich des Urteils für André Eminger ein. Nebenklagevertreter*innen kritisieren, der Senat sei in der Urteilsbegründung zu wenig auf das Leid der Opferfamilien eingegangen. Einige Prozessbeobachter werfen dem Urteil vor, es negiere Helfernetzwerke der Rechtsterroristen und verschweige das Versagen der Verfassungsschutzbehörden. Andere Prozessbeobachter schätzen ein, der Senat habe den NSU-Komplex strafrechtlich weitgehend bewältigt. Besonders Richter Götzl habe eine bravouröse Leistung gezeigt. BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Martina Gedeck u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Hauptangeklagte Beate Zschäpe - Beweisaufnahme (21/24)

Hauptangeklagte Beate Zschäpe - Beweisaufnahme (21/24) Zehn Morde, zwei Bombenanschläge, 15 Banküberfälle sowie Brandstiftung in besonders schwerem Fall werden Beate Zschäpe zur Last gelegt. 248 Verhandlungstage lang schweigt sie. In den Mitschriften ist festgehalten, mit welch regungsloser Miene sie die Schilderungen der zahlreichen Zeuginnen und Zeugen über ihr Verhalten, ihre Beziehung zu den beiden Uwes, das Verhalten der drei untereinander, ihre politische Einstellung, ihre Einstellung zu Gewalt verfolgt. Ihre drei Anwälte Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm raten der Hauptangeklagten zu dieser Schweigestrategie. Doch nach zweieinhalb Jahren gerät der Prozess ins Stocken, weil Zschäpe ihren Verteidigern das Vertrauen entzieht und sie von ihrem Mandat entpflichten lassen will. In einer mit ihren neuen, zusätzlichen Anwälten geschriebenen Stellungnahme gibt die Angeklagte an, von den Morden immer erst hinterher erfahren und in Abhängigkeit von Mundlos und Böhnhardt gelebt zu haben. BR für die ARD und DLF 2021 mit Katja Bürkle, Martina Gedeck u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Die NSU Morde 2000-2001 - Beweisaufnahme (3/24)

Die NSU Morde 2000-2001 - Beweisaufnahme (3/24) Vier Morde begeht der NSU im Zeitraum von September 2000 bis Ende August 2001. Den Mord an Enver ?im?ek, Blumenhändler in Nürnberg, an Abdurrahim Özüdo?ru, Inhaber einer Änderungsschneiderei in Nürnberg, an Süleyman Ta?köprü, Gemüsehändler in Hamburg, und an Habil K?l?ç, Gemüsehändler in München. Die Ermittler und Sachverständigen, die in der Beweisaufnahme gehört werden, schildern unter anderem, dass die Täter am Tatort Fotos ihrer Opfer machten und wie sie sich professionalisierten. Aussagen von Kriminalbeamten belegen außerdem, dass ein ausländerfeindlicher Hintergrund ausgeschlossen und in Richtung organisierte Kriminalität, Drogendelikte und mafiöse Strukturen ermittelt wurde. BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Florian Fischer, Thomas Thieme u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Mitangeklagter André Eminger - Beweisaufnahme (18/24)

Mitangeklagter André Eminger - Beweisaufnahme (18/24) André Eminger ist der einzige Angeklagte im NSU-Prozess, der von Beginn bis Ende des Verfahrens schweigt. Er wird der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und der Beihilfe zum Mordversuch angeklagt. Eminger gilt als engster Vertrauter des NSU. Unter seinem Namen wurden mehrere Fahrzeuge angemietet, laut Bundesanwaltschaft auch jenes, das im Dezember 2000 zum Transport der mit Sprengstoff präparierten Christstollendose diente. Nachgewiesen werden konnte ein großes Näheverhältnis zum NSU: Eminger verhalf dem Trio in einer heiklen Situation zu einer Legendierung, indem er sich als Zschäpes Ehemann ausgab und ihr den Ausweis seiner Frau Susann überließ. Eminger war es auch, den Beate Zschäpe anrief, nachdem sie die Zwickauer Wohnung in Brand gesteckt hatte. Bei Eminger zuhause fanden Ermittler noch kurz vor der Hauptverhandlung eine Porträt-Zeichnung der beiden toten Uwes mit dem Schriftzug ?unvergessen?. BR für die ARD und DLF 2021 mit Michael Rotschopf, Katja Bürkle, Thomas Thieme u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Innere Sicherheit (2/2)

Kriminalhörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Christa Bernuth. An der Ostsee wird die Leiche einer Frau angeschwemmt: Hanna Schön. Die Tote wurde erschossen. Alles deutet auf Republikflucht hin. Aber Hanna Schön war linientreue Bürgerin der DDR. Warum sollte sie das Land verlassen? Dem ermittelnden Beamten Beck wird der Fall entzogen. Gegen den Widerstand der Stasi betreibt Beck nun heimliche Recherchen. Und wühlt sich immer tiefer in den historischen Konflikt, in dem er zu leben gezwungen ist und durch ein Land, in dem man nicht sicher sein kann, wer wirklich wer ist und wer wirklich wie denkt. Ein Politthriller über die Kooperation der DDR mit der westdeutschen Terroristenszene, psychologisch einfühlsam, zeitgeschichtlich präzise. Mit Wolfgang Pregler, Samuel Weiss, Gerd Baltus, Udo Schenk, Peter Kaempfe u.v.a. Bearbeitung und Regie: Irene Schuck. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2007 l 50 min. Verfügbar bis 22.02.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-03-07
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Innere Sicherheit (1/2)

Kriminalhörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Christa Bernuth. So etwas passiert. Leute ertrinken und werden angeschwemmt. Aber nicht jetzt, nicht im November, dachte Martin Beck. Die Ostseeluft war kalt und schwer von Feuchtigkeit, und seine Intuition sagte ihm, dass etwas nicht stimmte mit dieser Toten. War es wirklich versuchte Republikflucht, wie seine Vorgesetzten ihm nahelegten? Dann wurde die Kugel in Hanna Schöns Hinterkopf gefunden: ein Westkaliber. Und Martin Beck begriff augenblicklich, dass sein Fall damit eine neue Dimension gewonnen hatte. Wer war Hanna Schön wirklich? Ist sie aus dem Westen übergelaufen? Und warum musste sie sterben? Ein deutsch-deutscher Krimi von Christa Bernuth ? psychologisch fesselnd und beklemmend authentisch. Mit Wolfgang Pregler, Samuel Weiss, Gerd Baltus, Udo Schenk, Peter Kaempfe u.v.a. Bearbeitung und Regie: Irene Schuck. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2007 l 50 min. Verfügbar bis 22.02.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-28
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Saal 101: Mitangeklagter Ralf Wohlleben - Beweisaufnahme (23/24)

Mitangeklagter Ralf Wohlleben - Beweisaufnahme (23/24) Ralf Wohlleben ist der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und der Beihilfe zum Mord angeklagt. Wohlleben zählte zu den engsten Wegbegleitern von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, bereits seit Jugendjahren. In den 1990er Jahren war er aktiv bei rechtsgerichteten Aktionen und im ?Thüringer Heimatschutz?. In der Beweisaufnahme finden sich Belege für die entscheidende Rolle bei der Beschaffung der Tatwaffe. Die Mitangeklagten Holger Gerlach und Carsten S. belasten ihn vor Gericht schwer. Ralf Wohlleben wählt zunächst die Strategie zu schweigen. Erst nachdem Beate Zschäpe eine Stellungnahme verlesen lässt, äußert sich auch Wohlleben und versucht, seine Beiträge und Unterstützerleistungen herunterzuspielen und sich als gewaltablehnend darzustellen. Aus seiner nationalsozialistischen und rassistischen Überzeugung macht er keinen Hehl. BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Martina Gedeck u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Mitangeklagter Holger Gerlach - Beweisaufnahme (22/24)

Mitangeklagter Holger Gerlach - Beweisaufnahme (22/24) Holger Gerlach wird zur Last gelegt, die Hauptangeklagte Zschäpe sowie Böhnhardt und Mundlos bei der Beschaffung von Dokumenten unterstützt zu haben, die ihnen ein Leben im Untergrund ermöglichen sollten, um rassistischen Zielen mit Gewalt nachgehen und die Ermordung von Menschen verwirklichen zu können. In der Beweisaufnahme belegen Zeugen und Zeuginnen diese Unterstützerleistungen. Gerlach gibt diese in einer selbst verlesenen Erklärung zu und belastet Zschäpe sowie den Mitangeklagten Ralf Wohlleben schwer. Auch den Transport einer Pistole im Auftrag von Wohlleben räumt Gerlach ein. Seine Handlungen allerdings bewertet er als reine Freundschaftsdienste, von deren fatalen Konsequenzen er nichts gewusst haben will. BR für die ARD und DLF 2021 mit Florian Fischer, Thomas Thieme u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Das Bekennervideo ? Beweisaufnahme (20/24)

Das Bekennervideo ? Beweisaufnahme (20/24) Im Video, das Beate Zschäpe nach dem Selbstmord von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt an Medienorganisationen und politische, kulturelle und religiöse Einrichtungen deutschlandweit verschickt hatte, bekennt sich der NSU zu den Morden und den Sprengstoffanschlägen. Erstellt wurde das 15minütige Video unter anderem aus mitgeschnittenen TV-Berichten über die Morde und Anschläge, Zeitungsartikeln und unmittelbar nach den Morden gemachten Fotos der Opfern. Von Bedeutung für Zschäpes Mittäterschaft an den Verbrechen des NSU ist auch die Frage, inwieweit sie an der Erstellung des Videos beteiligt war. So werden in der Beweisaufnahme zahlreiche Kriminalbeamte gehört, die im Brandschutt gefundene Spuren ausgewertet haben. Einige von ihnen führen zu Beate Zschäpe. BR für die ARD und DLF 2021 mit Martina Gedeck, Michael Rotschopf, Katja Bürkle, u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Ausspähungen - Beweisaufnahme (19/24)

Ausspähungen - Beweisaufnahme (19/24) In der Beweisaufnahme sagen Brandermittler und Kriminalbeamte aus, die mit der Auswertung von Kartenmaterial beschäftigt waren, das im Brandschutt der Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße gefunden wurde. Dieses Material gibt Aufschluss über Planungen und Ausspähungen des Trios. Ein Beamter des BKA stellt im Mordfall Theodoros Boulgarides, München, und im Mordfall Halit Yozgat, Kassel, Zusammenhänge fest, zwischen gefundenem mit Markierungen versehenem Kartenmaterial, Tatorten und Tatzeitpunkten. Im Kartenmaterial aus Dortmund, Nürnberg und München gibt es Eintragungen, die auf detaillierte Ortskenntnisse hinweisen, was auf Helfer vor Ort hindeuten könnte. BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Martina Gedeck u.a. htpps://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Das Trio im Untergrund, Zwickau - Beweisaufnahme (17/24)

Das Trio im Untergrund, Zwickau - Beweisaufnahme (17/24) Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe finanzierten sich ihr Leben im Untergrund durch Banküberfälle. Beate Zschäpe war im Alltagsleben für die Legendierung, also die Tarnung nach Außen, zuständig. Sie gab sich als nette und kontaktfreudige Nachbarin, während Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos kaum in Erscheinung traten. Vor Gericht werden zahlreiche Nachbarinnen und Nachbarn der letzten beiden Zwickauer Wohnungen, in denen das Trio wohnte, befragt. Der eine der Männer sei Zschäpes Freund, der andere sein Bruder gewesen. Mit Beate Zschäpe unter dem Alias-Namen Susann Dienelt, genannt Lisa, habe es regelmäßigen Kontakt gegeben. Die Aussagen sind teilweise von Widersprüchen und Verharmlosungen geprägt: Obwohl bei geselligen Zusammentreffen in einem der Keller ein Porträt von Adolf Hitler gestanden habe, sei rechte Gesinnung kein Thema gewesen. Über Waffen und Schießübungen sei gesprochen worden, es seien aber nur Computerspiele gemeint gewesen. BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Martina Gedeck u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Netzwerke und Unterstützer - Beweisaufnahme (16/24)

Netzwerke und Unterstützer - Beweisaufnahme (16/24) Haben die deutschen Sicherheitsbehörden erst im Jahr 2011 von der Existenz einer Terrorgruppe namens NSU erfahren? Im Zeugenstand steht unter anderem David P., zum Zeitpunkt der Befragung NPD-Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern und ehemaliger Herausgeber des rechten Fanzines ?Weißer Wolf?. In einer Ausgabe vom Frühjahr 2002 findet sich eine Grußbotschaft an den NSU. Doch der Zeuge kann sich an wichtige Details angeblich nicht erinnern. Ähnlich unbefriedigend bleibt die Vernehmung von Torsten A., dem ehemaligen Herausgeber des Neonazi-Fanzines ?Fahnenträger?: Torsten A. soll 2002 vom NSU eine Geldspende über 500 Euro erhalten haben. Dieser "NSU-Brief" gilt als das erste Dokument des "Nationalsozialistischen Untergrund". Beide Publikationen lagen nachweislich dem Verfassungsschutz vor. BR für die ARD und DLF 2021 mit Thomas Schmauser, Florian Fischer u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: V-Mann-Führer Andreas Temme - Beweisaufnahme (15/24)

V-Mann-Führer Andreas Temme - Beweisaufnahme (15/24) Der ehemalige V-Mann-Führer Andreas Temme, der sich während des Mordes an Halit Yozgat zur Tatzeit am Tatort befunden hatte, wird während des Prozesses sechs Mal gehört und von Richter Götzl intensiv und kritisch befragt. Auf Anträge der Nebenklagevertreter der Familie Yozgat hin werden auch Zeugen aus dem hessischen Landesamt für Verfassungsschutz gehört. Zu einer Reihe von Widersprüchen, in die sich Temme schon bei früheren Vernehmungen verwickelte, gehört, dass er den toten Halit Yozgat, der hinter dem Tresen im Internetcafé lag, angeblich nicht gesehen hatte, als er das Geld für die Internetnutzung auf den Tresen legte. Doch am 296. Verhandlungstag erklärt der Senat Temme überraschend für glaubhaft. BR für die ARD und DLF 2021 mit Thomas Thieme, Michael Rotschopf u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Die NSU Morde 2006-2007 - Beweisaufnahme (14/24)

Die NSU Morde 2006-2007 - Beweisaufnahme (14/24) Im April 2006 ermordeten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt kurz nacheinander den 39-jährigen Ladenbesitzer Mehmet Kuba?ik in Dortmund und den 21-jährigen Halit Yozgat in dessen Internet-Café in Kassel. Eindrücklich schildert Gamze Kuba?ik, Tochter von Mehmet Kuba?ik, vor Gericht, wie ihre Familie von der Polizei verdächtigt wurde. Auch die Eltern von Halit Yozgat treten als Zeugen auf. In einer Vernehmungsgegenüberstellung stellt ?smail Yozgat Fragen an den ehemaligen V-Mann-Führer Andreas Temme, der sich zur Tatzeit am Tatort befunden hatte, aber von dem Mord nichts gehört oder gesehen haben will. Das letzte tödliche Verbrechen des NSU ist der Mord an der jungen Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn. Ihr Kollege Martin A., der als Zeuge im NSU-Prozess auftritt, überlebte den Mordversuch schwer verletzt. BR für die ARD und DLF 2021 mit Barbara Nüsse, Martina Gedeck u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Das Trio im Untergrund: Fehmarn - Beweisaufnahme (13/24)

Das Trio im Untergrund: Fehmarn - Beweisaufnahme (13/24) Während zahlreicher Campingplatz-Urlaube auf der Ostsee-Insel Fehmarn machten Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe Bekanntschaft mit mehreren Familien. Als diese im November 2011 die wahre Identität des Trios erfuhren, brach für einige von ihnen eine Welt zusammen. Vor Gericht beschreiben sie Beate Zschäpe weitgehend übereinstimmend als diejenige, die das Geld der drei verwaltete ? das Geld stammte aus den Banküberfällen von Böhnhardt und Mundlos. Zschäpe wird von den Zeugen als gleichberechtigter Teil der Gruppe beschrieben. Für die Bundesanwaltschaft sind dies wichtige Belege für Zschäpes Mitspracherecht innerhalb des Trios. BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Martina Gedeck u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Die NSU Morde 2004-2005 - Beweisaufnahme (12/24)

Die NSU Morde 2004-2005 - Beweisaufnahme (12/24) Von Februar 2004 bis Juni 2005 findet die Mordserie des NSU ihre Fortsetzung, mit den Morden an Mehmet Turgut, der in Rostock für seinen Onkel spontan die Öffnung seines Döner-Imbisses übernommen hatte. An ?smail Ya?ar, der in seinem Döner-Stand in Nürnberg erschossen wird, und an Theodoros Boulgarides, der zwei Wochen vor seinem Tod einen Schlüsseldienst in München eröffnet hatte. In der Beweisaufnahme zum Mordfall Ya?ar wird eine eklatante Ermittlungspanne deutlich. Im Gerichtsaal werden die Aufnahmen der Überwachungskamera in der Nähe der Kölner Keupstraße gezeigt. Die Aufnahmen, die Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zeigen, wurden einer Zeugin aus Nürnberg bereits 2006 bei einer Vernehmung zum Mordfall Ya?ar vorgespielt. Damals hatte sie ausgesagt, dass es sich um dieselben Männer handele, die sie ein Jahr zuvor am Dönerstand beobachtet hatte. Die Polizeibeamten hatten ihre Aussage nicht ernst genommen und abgeschwächt. BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Gonca de Haas u.a https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Der Verfassungsschutz und der NSU - Beweisaufnahme (11/24)

Der Verfassungsschutz und der NSU - Beweisaufnahme (11/24) Von Februar 2004 bis Juni 2005 findet die Mordserie des NSU ihre Fortsetzung, mit den Morden an Mehmet Turgut, der in Rostock für seinen Onkel spontan die Öffnung seines Döner-Imbisses übernommen hatte. An ?smail Ya?ar, der in seinem Döner-Stand in Nürnberg erschossen wird, und an Theodoros Boulgarides, der zwei Wochen vor seinem Tod einen Schlüsseldienst in München eröffnet hatte. In der Beweisaufnahme zum Mordfall Ya?ar wird eine eklatante Ermittlungspanne deutlich. Im Gerichtsaal werden die Aufnahmen der Überwachungskamera in der Nähe der Kölner Keupstraße gezeigt. Die Aufnahmen, die Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zeigen, wurden einer Zeugin aus Nürnberg bereits 2006 bei einer Vernehmung zum Mordfall Ya?ar vorgespielt. Damals hatte sie ausgesagt, dass es sich um dieselben Männer handele, die sie ein Jahr zuvor am Dönerstand beobachtet hatte. Die Polizeibeamten hatten ihre Aussage nicht ernst genommen und abgeschwächt. BR für die ARD und DLF 2021 Katja Bürkle, Michael Rotschopf, Thomas Schmauser, u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Das NSU-Trio im Untergrund ab Januar 1998 ? Beweisaufnahme (10/24)

Das NSU-Trio im Untergrund ab Januar 1998 ? Beweisaufnahme (10/24) Nach dem Abtauchen konnte das Trio weiterhin mit Unterstützung aus der rechten Szene rechnen, auch mit finanzieller Hilfe von Mundlos? und Böhnhardts Eltern. So berichtet Zeugin Böhnhardt, Mutter von Uwe Böhnhardt, in der Beweisaufnahme von Geldübergaben bis 1999 und persönlichen Treffen bis 2002. Sie gibt den Behörden eine Mitschuld am Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Zeuge Böhnhardt, Vater von Uwe Böhnhardt, berichtet von erfolglosen Versuchen, die drei zur Rückkehr zu überreden. Zeugenaussagen belegen: Die rechte Szene in Jena wusste anfangs genau über den Aufenthalt der mutmaßlichen Terroristen Bescheid. Sie half bei der Wohnungsbeschaffung, stellte Dokumente für falsche Identitäten zur Verfügung und unterstützte mit Geld. Tino Brandt, der sieben Jahre lang für den Thüringer Verfassungsschutz arbeitete, schildert während seiner Befragung, wie er Geld an das Trio weitergab. BR für die ARD und DLF 2021 Michael Rotschopf, Thomas Schmauser, Thomas Thieme u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Der Weg in den Untergrund - Beweisaufnahme (9/24)

Der Weg in den Untergrund - Beweisaufnahme (9/24) Auch zahlreiche Verfassungsschützer und V-Männer werden im NSU-Prozess als Zeugen gehört. Das Bild, das sie von ihrer Arbeit zeichnen, ist erschreckend: Rechte Strukturen wurden mit Geld des Verfassungsschutzes aufgebaut, Akten vernichtet und der Quellenschutz über alles andere gestellt. Ein ehemaliger V-Mann-Führer schildert in der Befragung seinen ehemaligen Informanten Tino Brandt als wichtigste Quelle, die umfangreich und wahrheitsgemäß berichtet hat. Warum der Ex-Verfassungsschützer diese Aussage heute noch so trifft, ist schwer nachzuvollziehen: Zentrale Aufgabe von Brandt war, Informationen über den Aufenthaltsort des untergetauchten Trios zu beschaffen. Doch Brandt, der Anfang der 1990er Jahre ganz dicht am Trio dran war, lieferte nicht. Ein Zeuge aus dem engsten Freundeskreis von Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe erklärt im Prozess, Brandt habe Geld für die Untergetauchten gespendet. Umgerechnet 200 000 Euro soll er vom Verfassungsschutz erhalten haben, was Brandt selbst in seiner Befragung nicht abstreitet. Offenbar ging ein Teil des Informantenlohns für den V-Mann an die polizeilich gesuchten Neonazis. BR für die ARD und DLF 2021 mit Barbara Nüsse, Michael Rotschopf, Thomas Schmauser u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Thüringer Heimatschutz - Beweisaufnahme (8/24)

Thüringer Heimatschutz - Beweisaufnahme (8/24) Die Aussagen zahlreicher Jugendfreunde und Bekannter, die in der Beweisaufnahme zu Wort kommen, verdeutlichen: Beate Zschäpes, Uwe Mundlos? und Uwe Böhnhardts Weltbild entstand nicht im luftleeren Raum. So berichtet André K., enger Vertrauter des Trios und einer der Hauptakteure der Neonazi-Kameradschaft ?Thüringer Heimatschutz?, über die gemeinsame Zeit in Jena. Auch Tino Brandt, in den 1990-er Jahren V-Mann der Thüringer rechten Szene, hatte häufig Kontakt zu Beate Zschäpe. Bei seiner Vernehmung schildert er den ?Thüringer Heimatschutz? als ein Forum, in dem diskutiert und abgestimmt wurde. Laut Brandt nahm auch Zschäpe an ideologischen Schulungen teil und verfügte über Fachwissen in Bezug auf Germanentum und Nationalsozialismus. Mehrere Zeugen und Zeuginnen zeichnen ein Bild von Beate Zschäpe als selbstbewusste und schlagkräftige junge Frau. BR für die ARD und DLF 2021 mit Katja Bürkle, Florian Fischer, Thomas Schmauser u.a https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Jugend in Jena-Winzerla - Beweisaufnahme (7/24)

Jugend in Jena-Winzerla - Beweisaufnahme (7/24) Auch Familienangehörige der Täter und der Angeklagten, wie die Eltern von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, sowie ein Cousin von Beate Zschäpe, werden im NSU-Prozess gehört. Dem Gericht geht es dabei vor allem um die Frage, in welcher Beziehung die drei zueinander standen, um ihre gemeinsame Vorgeschichte. Zeugin Böhnhardt, Mutter von Uwe Böhnhardt, schildert den Lebenslauf ihres Sohnes, die Schullaufbahn, Ausbildungszeit und Arbeitslosigkeit sowie seinen Einstieg in die rechte Szene. Auch Zeuge Mundlos, Vater von Uwe Mundlos, gibt Auskunft über die Beziehung seines Sohnes zu Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt und schildert dessen politische Einstellung. Aus den Befragungen wird ersichtlich, dass sowohl die Eltern Mundlos als auch die Eltern Böhnhardt das Abdriften ihrer Söhne in die rechte Szene mit Sorge beobachtet haben, jedoch nicht aktiv dagegen steuerten. BR für die ARD und DLF 2021 mit Ercan Karacayli, Martina Gedeck, Barbara Nüsse u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Sprengstoffanschlag in der Keupstraße, Köln - Beweisaufnahme (6/24)

Sprengstoffanschlag in der Keupstraße, Köln - Beweisaufnahme (6/24) Auch Familienangehörige der Täter und der Angeklagten, wie die Eltern von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, sowie ein Cousin von Beate Zschäpe, werden im NSU-Prozess gehört. Dem Gericht geht es dabei vor allem um die Frage, in welcher Beziehung die drei zueinander standen, um ihre gemeinsame Vorgeschichte. Zeugin Böhnhardt, Mutter von Uwe Böhnhardt, schildert den Lebenslauf ihres Sohnes, die Schullaufbahn, Ausbildungszeit und Arbeitslosigkeit sowie seinen Einstieg in die rechte Szene. Auch Zeuge Mundlos, Vater von Uwe Mundlos, gibt Auskunft über die Beziehung seines Sohnes zu Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt und schildert dessen politische Einstellung. Aus den Befragungen wird ersichtlich, dass sowohl die Eltern Mundlos als auch die Eltern Böhnhardt das Abdriften ihrer Söhne in die rechte Szene mit Sorge beobachtet haben, jedoch nicht aktiv dagegen steuerten. BR für die ARD und DLF 2021 mit Katja Bürkle, Florian Fischer, Michael Rotschopf, u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: NSU-Sprengstoffanschlag Probsteigasse, Köln - Beweisaufnahme (5/24)

NSU-Sprengstoffanschlag Probsteigasse, Köln - Beweisaufnahme (5/24) Am 19. Januar 2001 detonierte in der Kölner Probsteigasse in einem iranischen Lebensmittelgeschäft ein in einer Christstollendose deponierter Sprengsatz. Wochen zuvor hatte ein Kunde die Dose zusammen mit kleineren Einkäufen in einem Korb hinterlassen. Eine der beiden Töchter des Ladeninhabers, Daria P.*, damals 19 Jahre alt, wurde bei der Explosion lebensgefährlich verletzt. In der Beweisaufnahme erläutern sie und ihre Familie, welch schwerwiegende Folgen der Anschlag für ihr Privat- und Geschäftsleben hatte. Polizisten, die beim Einsatz nach dem Anschlag dabei waren, schildern das ungeheure Ausmaß der Zerstörung. Die Vernehmung der Beamten zeigt, dass auch bei diesem Verbrechen nicht in Richtung eines rechtsextremen Hintergrunds ermittelt wurde. Vor Gericht reflektiert die zu diesem Zeitpunkt 32jährige Daria P. auf beeindruckende Weise ihre Haltung zu dem, was ihr widerfuhr. *Name von der Redaktion geändert BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Martina Gedeck, Thomas Thieme u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Mitangeklagter Carsten S. ? Beweisaufnahme (4/24)

Mitangeklagter Carsten S. ? Beweisaufnahme (4/24) Carsten S. ist angeklagt wegen Beihilfe zu Mord in neun Fällen. Er hatte im Auftrag von Ralf Wohlleben die Tatwaffe ?eská besorgt. Er ist der Einzige der fünf Angeklagten, der ein umfassendes Geständnis ablegt und sich bereits in den ersten Prozesstagen Fragen des Gerichts, der Nebenklagevertreter und schließlich auch der Anwälte von Ralf Wohlleben stellt. Während des Prozesses ringt er sichtlich mit seiner Schuld und drückt den Opferangehörigen glaubwürdig sein Mitgefühl aus. Carsten S. ist aus der rechten Szene ausgestiegen. Den Mitangeklagten Ralf Wohlleben belastet er schwer. Für S. gilt das Jugendstrafrecht, zur Tatzeit war er noch nicht 21 Jahre alt. Zum Zeitpunkt der Verhandlung lebt er in einem Zeugenschutzprogramm. BR für die ARD und DLF 2021 mit Katja Bürkle, Florian Fischer, Martina Gedeck u.a https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Das Auffliegen des NSU ? Beweisaufnahme (2/24)

Das Auffliegen des NSU ? Beweisaufnahme (2/24) Der Überfall auf eine Eisenacher Sparkasse, verübt von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November 2011, führt die Ermittler zum NSU und damit zu den Tätern einer bis dato ungeklärten Mordserie. Beate Zschäpe steckt die konspirative Wohnung in der Frühlingsstraße in Zwickau in Brand, verschickt die Bekenner-DVD und begibt sich auf eine Irrfahrt durch Deutschland, bevor sie sich vier Tage später stellt. Zu Wort kommen in der Beweisaufnahme unter anderem der Thüringer Einsatzleiter, der die zwei Toten in ihrem Fluchtfahrzeug als Mundlos und Böhnhardt identifizierte, Zeuginnen und Zeugen, die Zschäpe auf ihrer Flucht begegnet sind, sowie Kriminalbeamte, die im Brandschutt der Frühlingsstraße ermittelt haben ? unter anderem um zu klären, ob Zschäpe mit der Brandstiftung die Gefährdung Dritter in Kauf genommen hat. BR für die ARD und DLF 2021 mit Barbara Nüsse, Gonca de Haas, Ercan Karacayli u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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Saal 101: Die Mitschriften aus dem Saal A101 (1/24)

Die Mitschriften aus dem Saal A101 (1/24) Fünf Jahre, von Mai 2013 bis Juli 2018, hat der NSU Prozess gedauert. Die Mitschriften, die die ARD-Reporter an jedem der über 400 Prozesstage verfasst haben, umfassen an die 6000 Seiten. Um diese Mitschriften und wie daraus das 24-teilige Dokumentarhörspiel Saal 101 entstand, geht es im ersten Teil. Außerdem bildet dieser Teil den Prozessbeginn ab: Gleich die ersten Tage sind geprägt von Anträgen, die die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe und des Mitangeklagten Ralf Wohlleben stellen, und die zu einem Schlagabtausch zwischen Verteidigern und Senat führen, bis nach Verlesung der Anklageschrift die Beweisaufnahme eröffnet werden kann. BR für die ARD und DLF 2021 mit Martina Gedeck, Gabriel Raab, Kathrin von Steinburg u.a. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-19
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ARD Radio Tatort: Sesam, schließe dich!

Kriminalhörspiel von Martin Mosebach. Zuerst durfte sich Rechtsanwältin Friesel noch über die günstige Immobilie in den Außenbezirken von Bonames freuen, doch der neureich aufgemotzte Bungalow aus der Nachlassversteigerung birgt in einem atombombensicheren Kellerverließ eine grauenhafte Überraschung: den mumifizierten Leichnam eines Mannes. Makaberes Detail, der arme Mann ist inmitten einer imposanten Sammlung exklusiver Bouteillen teuersten Weins und Champagners gestorben. Für Kommissar Haas und seinen Assistenten Teschenmacher stellen sich jetzt zwei Fragen: Wer ist der Mann? Und: Wie um alles in der Welt ist er in den Bunker gekommen? Mit Felix von Manteuffel, Ole Lagerpusch und Susanne Schäfer. Regie: Thomas Wolfertz. Redaktion: Michael Becker. Produktion: HR 2021. Verfügbar bis 08.02.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-14
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Hexenjagd

Legendäres Theaterstück von Arthur Miller als Hörspiel. Salem, Neuengland, 1692: Reverend Parris beobachtet seine Nichte Abigail und andere Mädchen des Dorfes beim nächtlichen Tanzen im Wald. Eine Geisterbeschwörung? Als einige der Mädchen später erkranken, kommt die Vermutung auf, der Teufel sei hier im Spiel. "Teufelsspezialist" Pastor Hale wird gerufen. Eine Massenhysterie bahnt sich an, als Abigail aus Furcht vor Bestrafung die Schuld auf andere Salemer Bürger abwälzt. Eine Hexenjagd auf unbescholtene Bürger beginnt. Arthur Miller schrieb das Stück "The Crucible" 1953 als Gleichnis auf McCarthys Kommunistenhatz in den USA - ein explosives Gemisch aus religiösem Fanatismus, Intoleranz und Bigotterie. Mit Günther Dockerill (Sprecher), Benno Sterzenbach (John Proctor), Marlene Riphahn (Elizabeth), Dorothea Moritz (Abigail Williams), Hans Paetsch (Pastor John Hale), Franz Schafheitlin (Unterstatthalter Danforth), Karen Hüttmann (Mary Warren), Joseph Offenbach (Ezekiel Cheever), Heinz Sailer (Francis Nurse), Lotte Klein (Rebecca Nurse), Hermann Kner (Giles Corey), Anna Blask (Frau Ann Putnam), Helmut Peine (Thomas Putnam) und Jo Wegener (Frau). Bearbeitung und Übersetzung: Gisela Prugel. Regie: Fritz Schröder-Jahn. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NWDR 1954. Verfügbar bis 23.05.2021. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-24
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Töchter

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Lucy Fricke. Sie sind zerzaust, leben hart an der Absturzkante und saufen zu viel: zwei Frauen Anfang 40, beste Freundinnen, Berliner Großstadtpflanzen, die sich kreativ durchs Leben wurschteln. Was die beiden seit Ewigkeiten verbindet, ist ihr Vatertrauma: ihre Väter waren einfach nicht für sie da. Jetzt ist Marthas Vater Kurt schwer krebskrank und will seinem Leiden in der Schweiz ein Ende bereiten. Martha soll ihn auf dieser letzten Wegstrecke begleiten. Und so machen sich die beiden Freundinnen mit dem röchelnden, todgeweihten Kurt auf der Rückbank, auf den Weg. Es beginnt ein abenteuerlicher und herrlich komischer Road Trip. Mit Anneke Kim Sarnau (Betty), Alexandra Henkel (Martha), Peter Franke (Kurt), Martin Zylka (Hotelier), Susanne Hoffmann (Francesca), Katja Brügger (Wirtin), Emilio Castoldi (Polizist), Marc Zippel (Wirt), Wolf-Dietrich Sprenger (Ernesto). Technische Realisation: Christian Alpen, Philipp Neumann und Sebastian Ohm. Komposition: Andreas Koslik. Regieassistenz: Eva Solloch. Regie: Martin Zylka. Bearbeitung und Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2019. Verfügbar bis12.02.2022. https://ndr.de/radiokunst.
2021-02-17
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Ohne sicheres Wissen

Kriminalhörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Michael Larsen. Zu Beginn: ein Foto. Es zeigt Monique beim Sex mit einem fremden Mann. Monique ist Molbergs Freundin. Monique ist tot. Mit nichts als dem Foto in der Hand, umnebelt von Whisky und Barbituraten, macht Molberg sich auf die Suche nach dem Moerder seiner Freundin, nach dem Mann auf dem Foto. Und der Wahrheit seiner Erinnerungen. Führte Monique ein Doppelleben? Wer war sie und warum musste sie sterben? Je tiefer Molberg in den Fall eindringt, desto mehr lösen sich alle Gewissheiten auf. Bislang glaubte er an die Beweiskraft von Bildern, doch das Foto von Monique ist gefälscht. Immer tiefer gerät Molberg in die Welt der Industriespionage. Mit Martin Engler, Sascha Icks, Wolf-Dietrich Sprenger, Michael Altmann, Peter Jordan, Peter Franke, Volker Hanisch, Susanne Wolff, Katja Brügger, Klaus Dittmann, Kai Hufnagel, Wibke Maus, Tobias Persil u.v.a. Übersetzung: Lars Kruse. Bearbeitung und Regie: Andrea Getto. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2003. Verfügbar bis 16.02.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-21
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Kluge Gefühle

Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von Maryam Zaree. Als Anwältin für Asylrecht ist sie ganz erfolgreich. Privat stolpert die 35-jährige Tara von einer Bruchlandung zur nächsten. Irgendwas stimmt nicht mit ihr. Eines Tages verschwindet ihre Mutter ohne Ansage. Als Zeugin sagt sie vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen den Iran aus. Erzählt von den Torturen, denen sie in diesem totalitären Regime seinerzeit ausgesetzt war. Ihrer Tochter gegenüber hat sie darüber immer nur geschwiegen. Ein komplexes Drama über transgenerationale Traumata. Mit Anneke Kim Sarnau (Tara), Swetlana Schönfeld (Shahla), Werner Wölbern (Analytiker), Maja Schöne (Rabia), Ramin Yazdani (Kamran), Anne Weber (weibliche Stimme Partnersuche), Katja Pilaski (Stimme Anrufbeantworter), Mahin Hemmatpour (Dunja), Sonja Szylowicki (weibliche Stimme auf dem AB/An- u. Absage), Oda Thormeyer (weibliche Stimme Livestream), Michael Prelle (männliche Stimme Gerichtsbefragung). Besetzung: Marc Zippel und Dagmar Titz. Technische Realisation: Corinna Gathmann und Sabine Kaufmann. Regieassistenz: Stefanie Porath-Walsh. Regie: Andrea Getto. Dramaturgie und Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2019. Verfügbar bis 23.02.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-10
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Hexenbraut

Kriminalhörspiel von Frank Schulz. Ein norddeutsches Dorf nahe Hamburg in den 70ern. Drei Jungen und zwei Mädchen wollen Freunde fürs Leben sein. Erste Spannungen entstehen in der Pubertät, vor allem zwischen dem Macker Freddie und dem versponnenen Willi, der unsterblich in Lilo verliebt ist. Doch die will Freddie heiraten. Am Hochzeitstag verschwindet sie spurlos, Willi wird erschossen neben seinem Wagen aufgefunden. Lilo zu 17 Jahren ohne Bewährung verurteilt. Nun sind die 17 Jahre vorbei, und Lilo ist entschlossen, sich für das erlittene Unrecht zu rächen. Mit Bernhard Schütz (Erzähler/Hans-Georg), Henning Nöhren (Hansi), Marion Breckwoldt (Lieselotte), Lisa Hrdina (Lilo), Hannes Hellmann (Manfred), Jonas Nay (Freddie), Birte Schnöink (Mausi), Mirco Kreibich (Wilfried), Jan Georg Schütte (Gruppenleiter der AA), Felix Sprung (TV-Sprecher), Oskar Ketelhut (Bauer 1), Wilfried Dziallas (Bauer 2), Uta Stammer (Bäuerin 1), Ursula Hinrichs (Bäuerin 2), Jürgen Uter (Bürgermeister), Rolf Petersen (Kollege 2), Erkki Hopf (Standesbeamter), Jens Rachut (Vetter 1), Katharina Naumow (Brautmutter), Jasper Vogt (Fieten Farckem), Lisa Hagmeister (Melitta Hoffmann), Harald Maack (Richter). Regie: Wolfgang Seesko. Regieassistenz: Christine Wegerle. Technische Realisation: Christian Alpen und Sabine Kaufmann. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2017. Verfügbar bis 01.02.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-07
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Onno Viets und der Irre vom Kiez

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Frank Schulz. Detektiv-Anfänger Onno Viets, Hartz IV-Empfänger mit akuten Finanzsorgen, erhält seinen ersten Auftrag von einem schmierigen Promi aus der Privatsender-Unterhaltungsbranche. Doch der Job bringt den Ahnungslosen in lebensgefährliche Nähe zu einem brutalen Unterwelt-Psychopathen, besagtem ?Irren vom Kiez?. Zwischen dem kleinen Loser Onno und dem großen gefährlichen Kraftprotz entsteht eine ganz und gar unwahrscheinliche, zarte Beziehung. Mit Oskar Ketelhut (Onno Viets), Werner Wölbern (Erzähler/CD-Christopher Dannewitz), Timo Jacobs (Tibor Tetropov alias Hüne alias Händchen), Erik Schäffler (Ulli Vredemann alias Elefantenpeitsche), Jan Georg Schütte (Raimund), Gabriela Maria Schmeide (Edda Viets), Harry Rowohlt (Harald Herbert Queckenborn alias Nick Dolan), Peter Kaempfe (Albert Loy), Anna Fischer (Fiona Schulze-Pohle alias Fiona Popo), Konstantin Graudus (Hunde-Herrchen), Sabine Orleans (Dagmar), Annalena Schmidt (Ellen), Rolf Petersen (Käpt'n Erich L. und Impro), Uta Stammer (Hammerbrookerin), Julia Riedler (Ulla Valeska / Strapsmaus), Maren Sieber (Gretchen Ngoro), Holger Postler (Gießkanne), Jan Kuhlmann (Männerstimme), Carlo von Tiedemann (Sievers (Detektiv)), Erkki Hopf (Chor-Solist / Bulle Honk), Benjamin Utzerath (Webmaster) und dem Shanty-Chor-Hamburg ?De Tampentrekker?. Musik: Andreas Bick. Bearbeitung: Christiane Ohaus. Regie: Wolfgang Seesko. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2013. Verfügbar bis 28.01.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-02-03
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Der Reisende

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Ulrich Alexander Boschwitz. Er ist wohlhabend und gebildet, angesehener Kaufmann und Unternehmer, ein Bürger durch und durch. Und er ist Jude. Obwohl die Welt um ihn herum gerade in Scherben zerbricht, und die Gewaltexzesse gegen Juden in vollem Gange sind, wähnt er sich in Sicherheit. Doch dann poltert die Gestapo in seine Wohnung und er muss fliehen, Hals über Kopf: "Mir ist der Krieg erklärt worden, mir persönlich." Mit einer Aktentasche voller Geld reist er ziellos umher. Rattert auf Gleisen erschöpft durch eine Republik, in der er nicht mehr leben darf. Mit Patrick Güldenberg (Erzähler), Wolfgang Pregler (Silbermann), Felix von Manteuffel (Findler), Oda Thormeyer (Elfriede), Anne Weber (Hilde), Jonas Minthe (Eduard), Paul Herwig (Becker), Achim Buch (Ernst), Erkki Hopf (Herr Rose), Julian Greis (Kellner), Matti Krause (Franz), Jürgen Uter (Ein Dichter), Bekim Latifi (Sekretär), Sebastian Rudolph (Kommissar), Anne Moll (Fernamtstimme/Nachbarin), Jens Wawrczeck (Lilienfeld), Jan-Peter Kampwirth (Herr Stein), Tilo Werner (Grenzbeamter), Christoph Tomanek (Schaffner), Anne Müller (Junges Mädchen), Veit Stübner (Grauhaariger Herr), Angelika Richter (Elegante Frau), Peter Weis (Herr Hamburger). Technische Realisation: Christian Alpen und Angelika Körber. Regieassistenz: Christine Wegerle. Bearbeitung und Regie: Irene Schuck. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2019. Verfügbar bis 21.01.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-01-27
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Tschick

Im Hörspiel von Wolfgang Herrendorf erleben die zwei Freunde Maik (Julian Greis) und Tschick (Constantin von Jascheroff) in einem gestohlenen Auto eine abenteuerliche Reise durch die Provinz. Mit Julian Greis (Maik), Constantin von Jascheroff (Tschick), Effi Rabsilber (Isa), Stephan Schad (Josef Klingenberg), Ulrike Grote (Frau Klingenberg), Samuel Weiss (Schürmann), Michael Prelle (Wolkow), Gerhard Garbers (Wagenbach), Hanns Jörg Krumpholz (Strahl), Hannes Hellmann (Kaltwasser), Gerd Baltus (Fricke), Uli Pleßmann (Richter Burgmüller), Heiko Raulin (Polizist), Caroline Ebner (Frau), Gunnar Frietsch (André), Joshua Sommer (Friedemann/Schüler Klasse 6 und 8), Selina Schröder (Florentine/Schülerin Klasse 6 und 8), Franziska Rarey (Elisabeth), Bennet Zippel (Jonas), Gunnar Frietsch (Schüler Klasse 6 und 8), Giuseppe Restivo (Schüler Klasse 6 und 8), Carlotta Höhne (Schülerin Klasse 6 und 8), Ronja Lauther (Schülerin Klasse 6 und 8). Komposition: Andreas Bick. Hörspielbearbeitung: Norbert Schaeffer. Regie: Iris Drögekamp. Verfügbar bis 31.12.2021. https://ndr.de/radiokunst
2021-01-12
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Fatima

Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von Atiha Sen Gupta. Nach den Sommerferien erscheint Fatima, die noch nie eine Moschee von innen gesehen hat, die gerne raucht, trinkt und flucht, mit Kopftuch in der Schule. Ihr Freund, der sich verraten und übergangen fühlt, reißt ihr im Streit das Kopftuch herunter. Fatima meldet den Vorfall als rassistischen Übergriff der Schulleitung. Alle rätseln, warum sie das tut, selbst ihre Mutter ist entsetzt. Sie empfindet das Verhalten ihrer Tochter als Schlag gegen die Gleichberechtigung muslimischer Frauen, für die sie selbst immer gekämpft hat. Mit Irina Löwendorf (Lehrerin), Siir Eloglu (Mutter, Halima Wagner), Erol Afsin (Mohammed), Meik van Severen (Georg), Lisa Hrdina (Aisha), Mai Duong Kieu (Tuyet), Jaime Ferkic (Serkan), Alexander Angeletta (Schüler), Arnos Detscher (Schüler), Zora Fröhlich (Schülerin), Jakob Immervoll (Schüler), Hanna Stange (Schülerin), Jördis Trauer (Schülerin). Gesang: Iannam Wali. Übersetzung aus dem Englischen: Anne Rabe. Komposition: Jörg Gollasch. Bearbeitung und Regie: Heike Tauch. Produktion: NDR 2015. Verfügbar bis 31.12.2021. https://ndr.de/radiokunst
2021-01-13
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ARD Radio Tatort: Drei von Vier

Kriminalhörspiel von Dirk Schmidt. Nachdem der Bombenanschlag auf den stadtbekannten Glaselefanten im letzten Moment verhindert werden konnte, sieht es so aus, als würden sich in der liebenswerten Logistikmetropole am Datteln-Hamm-Kanal die Wogen wieder glätten. Allerdings sind noch einige Fragen offen. Schließlich passt die Ermordung eines Lokaldezernenten beim besten Willen nicht ins Profil des verrückten Einzeltäters, der die Stadt wochenlang in Atem hielt. Also stürzen sich Lenz, Ditters und Latotzke ohne Verschnaufpause in die nächste Ermittlung. Mit Matthias Leja, Sönke Möhring, Christine Prayon, u.v.a. Regie: Claudia Leist. Komposition: Rainer Quade. Redaktion: Michael Becker. Produktion: WDR 2021 l ca. 54 min. Verfügbar bis 22.01.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-01-24
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Der Junge, der Ripley folgte (2/2)

Krimi nach dem gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith. Inzwischen hat die Familie Franks älteren Bruder Johnny zusammen mit einem Privatdetektiv nach Europa geschickt. In Paris, wo Ripley für Frank einen gefälschten Paß besorgt, entdecken sie die beiden. Ripley und Frank können unerkannt nach Berlin entkommen. Dort allerdings wird der Junge entführt. Die Kidnapper fordern von der Familie Lösegeld. Ripley setzt sich mit dem Privatdetektiv, der immer noch in Paris ist, in Verbindung und bietet an, das Lösegeld in Berlin zu übergeben. Bei der Lösegeldübergabe tötet Ripley einen Kidnapper. Seine Spur führt ins Berlin der Schwulen- und Transvestitenszene. Dort findet Ripley schließlich die anderen Kidnapper, und es gelingt ihm, Frank zu befreien. Die Turbulenzen um Frank haben ihn allerdings von der Überzeugung, seinen Vater ermordet zu haben, nicht abgebracht. Ripleys Bemühungen waren vergeblich. Er will es ein letztes Mal versuchen, indem er Franks Wunsch, ihn nach Hause zu begleiten, um seine Familie kennenzulernen, nachgibt. Dort, in Maine, allerdings geschieht ein furchtbares Unglück ... Mit Ernst Jacobi (Erzähler), Heinrich Giskes (Tom Ripley), Corinna Schnabel (Heloise, Pripleys Frau), Matthias Haase (Frank Pierson), Wolf-Dietrich Sprenger (Eric Lanz), Susanne Barth (Lily Pierson), Christian Brückner (Ralph Thurlow), Eleonore Zetsche (Susie Schumacher). Aus dem Amerikanischen von Anne Uhde. Bearbeitung: Martin Zylka. Regie: Walter Adler. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: HR/SWF/NDR 1991. Verfügbar bis 16.01.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-01-17
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Der Junge, der Ripley folgte (1/2)

Krimi nach dem gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith. Er war Ripley schon in der Bar aufgefallen, der Junge, der ihm auf seinem Heimweg folgt und sein Gespräch sucht. Er ist auch Amerikaner und nennt sich Billy Rollins. Durch einen Zeitungsartikel entdeckt Ripley ein paar Tage später Billys wahre Identität. Er heisst Frank Pierson, ist 16 Jahre alt und nach dem Tod seines Vaters, eines millionenschweren Lebensmitteltycoons, von zu Hause nach Paris geflohen. Er habe seinen Vater umgebracht, gesteht er, und möchte wissen, wie er mit der Tat leben kann. Allerdings gibt es für einen Mord keinerlei Anzeichen. Ripley versucht wie ein väterlicher Freund, Frank von seinen Schuldgefühlen abzulenken. Gemeinsam machen sie eine Reise nach Berlin, auch um Franks älterem Bruder und einem Privatdetektiv zu entkommen, die ihn im Auftrag der Familie suchen. Da wird der Junge entführt. Mit Ernst Jacobi (Erzähler), Heinrich Giskes (Tom Ripley), Corinna Schnabel (Heloise, Pripleys Frau), Matthias Haase (Frank Pierson), Wolf-Dietrich Sprenger (Eric Lanz), Susanne Barth (Lily Pierson), Christian Brückner (Ralph Thurlow), Eleonore Zetsche (Susie Schumacher). Aus dem Amerikanischen von Anne Uhde. Bearbeitung: Martin Zylka. Regie: Walter Adler. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: HR/SWF/NDR 1991. Verfügbar bis 09.01.2022. https://ndr.de/radiokunst
2021-01-10
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Der Buchhändler von Archangelsk

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon. Jonas Milk, 40, ein sanfter und sensibler jüdischer Flüchtling aus Russland, Antiquar in einer französischen Kleinstadt, liebt Bücher, Briefmarken und seine junge, untreue Frau Gina, die eines Tages mit seinen teuersten Briefmarken spurlos verschwindet. Ist sie vielleicht nur zu einer Freundin gefahren? ?Sie ist nach Bourges gegangen?, sagt Milk, wenn er im Bistro gefragt wird, wann seine Frau wiederkommt. Aber sie kommt nicht wieder, der Argwohn der Nachbarn wächst und Jonas realisiert, dass er nie wirklich zur Dorfgemeinschaft dazugehörte, dass er immer der Fremde blieb als der er gekommen ist. Mit: Wolfgang Pregler (Erzähler), Jens Wawrczeck (Jonas Milk), Sina Martens (Gina), Peter Kaempfe (Louis Palestri), Bettina Stucky (Angèle), Jonas Minthe (Frédo), Götz Schubert (Fernand), Jan-Peter Kampwirth (Pépito), Achim Buch (Basquin), Gustav-Peter Wöhler (Kommissar), Angelika Richter (Berthe Lenoir), Anne Moll (Mme Lallemend), Jürgen Uter (Polizist/Mann), Marc Zippel (Mann), Felix Lengenfelder (Junge). Übersetzung aus dem Französischen: Alfred Kuoni. Bearbeitung und Regie: Irene Schuck. Produktion: NDR 2020. Verfügbar bis 25.12.2021. https://ndr.de/radiokunst
2020-12-25
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Die Glocken von Bicetre

René Maugras, 54, Verleger einer renommierten Pariser Zeitung, wacht nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt im Krankenhaus von Bicetre auf. Er, der Virtuose des Wortes, ist des Sprechens nicht mehr mächtig. Doch er ist voll da. Langsam und durchaus zögerlich kämpft er sich ins Leben zurück, belauscht die Gespräche an seinem Bett, lässt sein Leben Revue passieren, seine Errungenschaften und Lebenslügen, Erfolge und Misserfolge ? als Verleger, als Ehemann, als Mensch. Mit: Christoph Müller (Erzähler/René), Tilo Werner (Audoire), Marina Galic (Lina), Tim Porath (Jublin), Maria Hartmann (Helène), Stephan Schad (Besson d'Argoulet), Anne Moll (Jeanne), Bettina Stucky (Josefa), Sonja Beißwenger (Blanche), Erik Schäffler (Arzt/Liftboy/Portier), Yorck Dippe (Colère/Liftboy/Portier), Wolf-Dietrich Sprenger (Vater), Lisa Hagmeister (Angele), Konstantin Graudus (Mathelehrer/Liftboy/Portier), Oda Thormeyer (Frau von Jublin), Nicole Graul (Weibl. Stimme), Simon Hastreiter (Plfeger). Übersetzung aus dem Französischen: Hansjürgen Wille, Barbara Klau, Mirjam Madlung. Bearbeitung: Susanne Hoffmann. Regie: Christine Nagel. Produktion: NDR 2020. Verfügbar bis 21.12.2021. https://ndr.de/radiokunst
2020-12-27
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Der zwiefache Mann

Ein Doppelgänger-Krimi nach einem historischen Fall von Günter Kunert. Nach einem Streit mit seinem Vater verlässt der junge Bauer Martin Guerre Frau und Familie, zieht in die Fremde und wird Soldat. Nach acht Jahren kehrt er zurück und nimmt seine alte Stelle als Ehemann und Vater wieder ein. Mit der Zeit kommen im Dorf Zweifel auf, ob der Mann wirklich derselbe sei, der vor Jahren auszog. Man munkelt, ein Betrüger habe sich ins gemachte Nest setzen wollen. Es kommt zum Prozess. Martin Guerres Frau Bertrande, die ihn am besten kennen müsste, verhält sich zwiespältig; sie ist Klägerin und Verteidigerin zugleich. Schließlich gelingt es dem Angeklagten, die Zweifel zu zerstreuen und das Gericht zu überzeugen. Bald nach seinem Freispruch jedoch taucht im Dorf erneut ein Mann auf, der behauptet, Martin Guerre zu sein ? Mit Holger Hagen (Richter, Jean de Coras), Heinz Werner Kraehkamp (Angeklagter, Martin Guerre 1), Angelika Thomas (Frau des Angeklagten, Bertrande Guerre), Heinz Schubert (Kläger 1, Gerichtsverhandlung Pierre Guerre), Diether Krebs (Kläger 2, Gerichtsverhandlung Martin Guerre), Werner Eichhorn (1. Zeuge, Schuster Antoine Leblanc), Edgar Hoppe (2. Zeuge, Einwohner aus Artigat, Marcel Artier), Fritz Lichtenhahn (Gerichtsschreiber, Josef) u.a. Regie: Waltraud Heise Redaktion: Michael Becker Produktion: NDR 1989 l 45 min.
2021-01-31
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Remainder

Hörspiel über Realitätsverlust von Tom McCarthy. Was macht man mit einer Abfindung von 8 ½ Millionen? Und: Wie lässt sich ein Leben wieder ins Lot bringen, wenn einem die Selbstverständlichkeit des Daseins abhanden kommt? Beim Anblick eines Risses in einer fremden Badezimmerwand überkommt den Protagonisten in "Remainder" von Tom McCarthy plötzlich ein immenses Glücksgefühl, das Gefühl lebendig zu sein: Er erinnert sich schlagartig an einen sehr ähnlichen Riss, um den herum es einmal einen Alltag gegeben hatte, eine Wohnung, einen Ausblick, Gerüche, Klänge. Fortan verwendet der namenlose Ich-Erzähler alles darauf, sich seinen Alltag zurückzuholen. Er kauft ein Haus, plant Abläufe und engagiert Statisten, um die aufsässige Wirklichkeit seinen Vorstellungen anzupassen: um jenes kurzen Kribbelns der Authentizität willen. Doch das Simulieren der Realität nimmt kein Ende. Ist das echt? Was bedeutet "echt"? Was Realität, was scheint nurmehr so? In der deutschen Übersetzung erschien der Roman unter dem Titel "8 ½ Millionen". Mit: Jan Krauter (Ich-Erzähler), Matthias Bundschuh (Naz), Peter Kurth (Daubenay), Sigrid Burkholder (Sekretärin und Maklerin 1), Cristin König (Samuels), Stefan Konarske (Greg), Lou Strenger (Catherine), Andreas Grothgar (Younger/Pilot), Annika Schilling, Therese Dürrenberger, Daniel Breitfelder, Sören Wunderlich, Arved Birnbaum, Benjamin Höppner, Sybille Schedwill, Daniel Stock, Daniel Wiemer, Simon Kirsch, David Vormweg, Steve Hudson, Stefan Cordes. Komposition: Andreas Bick. Übersetzung: Astrid Sommer. Bearbeitung und Regie: Hannah Georgi. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR 2019 l 88 min.
2021-01-16
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