95 Kletterpflanzen im Garten
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Ich habe gehört, dass Kletterpflanzen super für den Garten sind. Wie kann man sie einsetzen?
Kletterpflanzen sind eine prima Möglichkeit, seinen Garten zu verschönern und zu begrünen.
Brauchen Kletterpflanzen immer ein Gerüst o.ä.?
Kletterpflanzen = Oberbergriff für alle Pflanzen, die nach oben streben; nutzen verschiedene Strategien
Das ist ja interessant! Welche Typen gibt es noch?
Typ 2: Ranker
Bilden Blätter in „Ärmchen“ um, die sich um dünne Drähte oder Gitter winden (z.B. Weinrebe oder Jungfernrebe Parthenocissus quinquefolia) oder in Unebenheiten einhaken (keine Bauschäden zu erwarten)
Blattstielranker (z.B. Clematis-Arten) winden den ganzen Stiel um dünne Gegenstände.
Typ 3: Schlinger
drehen sich wie Lianen mit ihren Trieben spiralförmig um stabile Stützen oder andere Pflanzen (z.B. Geißblatt, Hopfen)
Hauptsproß „fühlt“, wo es langgeht
Starkschlinger wie Blauregen oder Baumwürger können schwere Schäden anrichten, wenn sie z.B. am Regenrohr hochwachsen – nur eingeschränkt empfehlenswert!
Da bleibt man besser bei der zierlichen Clematis! War’s das schon?
Da sind jetzt schon einige Pflanzennamen gefallen. Welche Kletterpflanzen sind denn heimisch?
Wenn man nicht jahrelang warten will, bis was Grünes an der Wand hochkrabbelt: Gibt’s auch Pflanzen, die in Rekordzeit loslegen?
Schon cool, wenn kahle Wände hinter einem Vorhang aus Kletterpflanzen verschwinden. Was ist mit diesen Horrorgeschichten, dass Kletterpflanzen das Mauerwerk zerlegen?
Welche Kletterpflanzen helfen den nützlichen Insekten und Vögeln im Garten?
Efeu (Hedera helix):
blüht spät, bietet Nistmöglichkeiten, ältere Pflanzen sind späte Nektar- und Pollenquelle für Bienen, Wespen, Schwebfliegen und Schmetterlinge, Beeren sind Vogelfutter
Kletterrosen/Rambler (Rosa):
einfachblühende (!) Rosen locken Bienen und Schmetterlinge an, Hagebutten sind Vogelfutter (Rambler = spezielle Kletterrosen, die besonders wüchsig sind; typisch sind lange, biegsame Triebe, die bis zu 10 m lang werden können; meist einmalblühend; attraktiv, weil sie z.B. oben in einem Baum große Blütenteppiche bilden können.)
Geißblatt (Lonicera periclymenum):
zieht nachtaktive Insekten an, willkommene Nistmöglichkeit
Wilder Wein (Parthenocissus tricuspidata/quinquefolia/vitacea):
liefert viel Pollen und Nektar, Blüten bei Wildbienen beliebt, ernährt mit seinen Beeren rund 20 heimische Vogelarten; Nistplatz für Vögel, spektakuläres Herbstlaub
Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba):
Nektarpflanze für 18 Wildbienen, vier Schmetterlings- vier Schwebfliegen und 41 Raupen-Arten! Versteck und Nistplatz für Vögel
Was muss ich tun, damit meine Kletterpflanzen gesund und vital bleiben?
Schneiden:
Am besten im Frühling vor dem Austrieb zurückschneiden.
Stark wachsende Pflanzen wie Efeu oder Wilder Wein eventuell auch im Sommer nochmal stutzen (Dach freihalten!)
Alle paar Jahre u.U. Verjüngungsschnitt (alle Triebe 30 bis 60 cm zurückschneiden)
Gießen:
In den ersten Jahren nach der Pflanzung regelmäßig gießen, besonders bei Trockenheit.
Vorsicht bei Fassadengrün: im Traufschatten landet kein Regen.
Mulchen hält Boden kühl und Feuchtigkeit im Boden.
Auf Unterpflanzung verzichten wegen Wurzelkonkurrenz
Düngen:
1x Düngen im Frühling reicht i.d.R. aus, z.B. mit Azet Baum-, Strauch- & HeckenDünger.
Schädlingskontrolle:
Ab und zu auf Schädlinge wie Blattläuse oder Mehltau achten, besonders bei Rosenarten. Heimische Pflanzen sind aber oft sehr widerstandsfähig.
Nicht vergessen: Rankhilfen prüfen
Rank- und Kletterhilfen regelmäßig kontrollieren, besonders bei schweren Pflanzen
3 Tipps