Permakultur – was ist das?
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Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de
Ich habe gehört, dass Permakultur eine großartige Möglichkeit ist, um nachhaltiger zu gärtnern. Hast du schon mal darüber nachgedacht?
Was ist Permakultur?
Was sind die Vorteile?
Wie Magie! Wie schafft Permakultur das?
Hört sich gut an. Wer hat sich das ausgedacht?
„Erfunden“ haben das Konzept zwei Männer in Australien in den 1970er Jahren, Bill Mollison und David Holmgren. Mollison bekam 1981 den Alternativen Nobelpreis. Beide lebten längere Zeit bei indigenen australischen Bewohnern und lernten dort den respektvollen Umgang mit der Natur
Sie haben sich ziemlich viel von dem abgeguckt, was die Ureinwohner machen.
Und wenn man Permakultur ernst nimmt, ist es sogar eine ganzheitliche Philosophie.
3 ethische Grundsätze:
Earth Care: Sorge für die Erde Die Erde als Ganzes ist wertvoll. Unabhängig davon, ob wir aus allen Bestandteilen einen Nutzen ziehen. Selbst der Engerling ist wichtig, weil er anderen Tieren als Nahrung dient! Es geht auch um Ressourcen-Schonung
People Care: Sorge für die Menschen Die Bedürfnisse aller Menschen sollten berücksichtigt werden
Fair Share: Setze Grenzen für Konsum und teile fair Ressourcen fair verteilen, Konsum begrenzen, um die Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu sichern. Trauen wir uns die Frage „Was ist genug“
Es geht darum Pflanzen, Tiere, Landschaft und menschliche Bedürfnisse so miteinander kombinieren, dass sie sich gegenseitig unterstützen und nützliche Beziehungen zueinander aufbauen. Ein schöner Gedanke, oder?
Muss so ein Permakultur-Garten auch anders aufgeteilt sein als ein „normaler“ Garten??
Das sind große ethische Themen! Geht das für meinen Garten auch eine Nummer kleiner?
Wie fange ich an?
Jetzt bin ich verwirrt. Von solchen Projekten erzählst du schon, seit wir uns kennen. Wo ist der Unterschied zwischen Permakultur und einfach natürlich Gärtnern?
Beide teilen das Ziel, im Einklang mit der Natur zu arbeiten
Grundprinzip beim Natürlich-Gärtnern:
natürliche Methoden
keine mineralischen Düngemittel und nur Pflanzenschutzmittel, die die Umwelt schonen
Pflanzen stärken, so dass wenig Pflanzenschutzmittel gebraucht werden
Grundprinzip bei der Permakultur
noch stärkeres Denken in Kreisläufen,
möglichst viele verschiedene Lebensräume bieten.
Ziel ist ein sich selbstregulierendes Ökosystem – auf ganz verschiedenen Ebenen
Bezieht auch Tierhaltung mit ein, z.B. Pferdemist oder Laufenten, die sich um Schnecken kümmern
Alles ist möglich und kann ein individueller Baustein sein.
Beispiele Permakultur im Garten für Fortgeschrittene:
Infiltrationsgräben (Swales): entlang von Höhenlinien angelegt, um Regenwasser aufzufangen und zu versickern, z.B. entlang von Hecken (spart Bewässerung)
Waldgärten (mehrschichtiger Anbau)
Pilze anbauen
Gemeinschaftsgärten
3 Tipps: Das darf in keinem Permakultur-Garten fehlen