Nicht nur Scheiße: Längst suchen Wissenschaftler im Abwasser nach Krankheitserregern wie Corona oder Polio und Antibiotikaresistenzen. Das soll Leben retten.
Millionen Deutsche starrten über Monate und Jahre auf die Corona-Zahlen. Dabei waren die stets unvollständig und gaben die Ausbreitung des Virus zeitverzögert wieder. Und vor allem kennt die Wissenschaft längst elegantere und weniger aufwändige Wege, um kurz bevorstehende Wellen einer Virusepidemie zu erkennen oder neue Varianten zu identifizieren. Der Schlüssel liegt in der braunen Brühe, die täglich durch die Rohre der Kanalisation rauscht. Abwasser ist für die Wissenschaft Gold wert.
In dieser Folge des ZEIT WISSEN-Podcast spricht Jakob Simmank mit dem Molekularbiologen Emanuel Wyler, der am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin forscht. Es geht darum, wie Forscher das Abwasser geschickt durchleuchten, um ein Frühwarnsystem für ansteckende Krankheiten, aber auch die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu entwickeln. Ganz entscheidend dafür ist ein Virus, das rote Paprika befällt.
Außerdem in dieser Folge: Christoph Drösser fragt in seiner Kolumne, warum warmes Wasser schneller gefriert als kaltes (25:20).
Shownotes
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